Ai Weiweis Gangnam-Interpretation

gangnam

Quelle: youtube.de

Auch Ai Weiwei verfällt augenscheinlich dem Gangnam-Fieber. Doch hält er sich in der Tat für den „Psy von China“ oder reitet er den Pferde-Trend einzig zum Selbst-Marketing? Seine eigene Interpretation ist zunächst eine individuelle, betrachtet man den Einsatz von Handschellen während seiner Performance. Einige Stunden nach dem Hochladen auf ein Internetportal war das Video in China nicht mehr abrufbar.

Interessant scheint hierbei, dass die ursprünglich kulturindustriell-determinierte Botschaft des Videos in eine wahrlich politisch-künstlerische Aussage transformiert wird. Sind also Märkte freikünstlerisch interpretierbar und schreiben sich diese Interpretationen gar in das Wirtschaftsgeschehen ein? Gelten somit diese politischen Interpretationen, die über Kunst transportiert werden, als Interventionen, die die Märkte letzendlich irritieren können?

(Quelle und Link zum Video: Spiegel.de)

Geschrieben in Künstler,Kunstmarkt von Christian Ziems | 1 Kommentar

1 Kommentar bisher

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  1. 17. Januar 2013 um 08:52 Uhr

    Christian Ziems sagt,

    Anish Kapoors Gangnam-Style for Freedom gilt als Reaktion auf die Protest-Performance Ai Weiweis. Auch hier werden die Strukturen der Kulturindustrie zur Vermittlung genutzt. Auffällig hierbei ist die Eindeutigkeit der Botschaft, die in der Kunst oft als diffus oder uneindeutig vermittelt wird.

    Link:
    http://www.telegraph.co.uk/culture/culturevideo/artvideo/9695170/Anish-Kapoors-Gangnam-Style-for-Freedom.html#

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© Christan Ziems